Berlin-Bericht der Kurse Geschichte-LK Daumann und Erdkunde-gk Hartmann
(28. – 31. Januar 2026)
Berlin historisch zu erkunden und insbesondere die thematischen Schwerpunkte „Diktaturgeschichte“ und „Erinnerungskultur“ durch den Besuch „vor Ort“ begreifbarer zu machen, war das Hauptanliegen des Geschichte-Leistungskurses von Frau Daumann sowie des Erdkunde-Grundkurses von Frau Hartmann. Begleitet wurde diese Gruppe zusätzlich von Herrn Becker, sodass alle drei gemeinschaftwissenschaftlichen Fächer durch jeweils eine Lehrkraft vertreten waren. Diese mussten allerdings in den meisten Fällen kaum Inhaltliches ergänzen, da die Schülerinnen und Schüler im Vorwege der Berlin-Fahrt zahlreiche sehr fundierte Referate und so eine eigenständige Führung durch die Stadt vorbereitet hatten.
Bereits am Mittwochnachmittag geleiteten uns die Schülerinnen und Schüler bei eisglatten Straßen durch Berlin. Nach einem Besuch der Siegessäule und der Straße des 17. Juni führten uns die Referierenden u.a. noch zur Gedächtniskirche am Ku´damm sowie zum Mahnmal „Goldener Riss“ am Breidscheidplatz. Am nächsten Tag folgten dann Besuche der Gedenkstätte Berliner Mauer, der Karl-Marx-Allee und ihrer „Arbeiterpaläste“, des Alexanderplatzes, des Berliner Doms, des Humboldtforums sowie der Museumsinsel. Anschließend besuchten wir das Jüdische Museum und wurden dort in einer ausführlichen Führung eines Historikers über die mehrschichtige Bedeutung dieser Bildungsstätte (Gedenkstätte, symbolischer Ort, Informationsort, architektonisches Meisterwerk …) aufgeklärt. Insbesondere auch das Werk „Schalachet“ beeindruckte alle stark, da dieses als Klanginstallation des israelischen Bildhauers Menashe Kadishman allen Opfern des Holocaust und des Krieges gewidmet ist. Der Freitag begann dann am Brandenburger Tor, anschließend folgten Besuche des Holocaust-Mahnmals sowie des Mahnmals für die ermordeten Sinti und Roma. Danach besuchten wir gemeinsam die „Topographie des Terrors“ und nahmen dort an einer Führung teil. Abgerundet wurde der Tag im Regierungsviertel und im Paul-Löbe-Haus mit einem Besuch bei einem Mitarbeiter von Daniel Baldy (SPD), der sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler zu aktuellen politischen Entscheidungen stellte. Anschließend besuchte die Gruppe das Reichstagsgebäude und hörte dort einen kurzen Info-Vortrag zum deutschen Bundestag. Leider machte das Wetter einen abschließenden Besuch der Kuppel und den erhofften Blick auf das abendlich erleuchtete Berlin zunichte.
Am Abreisetag besuchten wir vormittags die Gedenkstätte Hohenschönhausen und hatten das große Glück, hier von einem Zeitzeugen geführt zu werden, der die beklemmende Geschichte dieses Ortes durch seine persönlichen Schilderungen noch greifbarer machte.
















