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Zeitzeugengespräch der Klassenstufe 10

Am 23.09.2026 fand für die zehnten Klassen ein Zeitzeugengespräch statt. Uns besuchten zwei Überlebende des Konzentrationslagers Ausschwitz, Barbara Doniecka und Władysław Osik aus Polen.  Dank der Organisation ,,Zeichen für Hoffnung‘‘ hatten wir die Möglichkeit ihre Geschichte zu hören und vieles mitzunehmen.  

Barbara Doniecka erzählte uns von dem Warschauer Aufstand 1944 und ihrer darauffolgenden Zeit als zehnjähriges Mädchen in Ausschwitz. Ihr Alltag, der von so viel Leid und unmenschlichen Bedingungen geprägt war, blieb uns besonders im Kopf. Barbara kümmerte sich unteranderem um ein vierjähriges Mädchen namens Helena, die die Zeit im Konzentrationslager nicht überlebte. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam Barbara mit ihrer Mutter ins KZ-Außenlager Blankenburg, um die vielen Trümmer in Berlin zu beseitigen. In Berlin wurden beide letztendlich von der Roten Armee befreit. 

Władysław Osik wurde hingegen 1943 in Ausschwitz geboren. Wie viele andere Säuglinge sollte er eigentlich auch an eine deutsche Familie übergeben werden, doch aufgrund einer Krankheit blieb er erstmal in dem KZ. Dort wurde er schließlich befreit und konnte im Alter von zwei Jahren zurück nach Hause. Seine Kindheit war geprägt von vielen Krankheiten und man diagnostizierte ihm das sogenannte KZ-Syndrom.  

Nach ihren Erzählungen hatten wir die Möglichkeit den beiden noch Fragen zu stellen. Sie nahmen sich viel Zeit, um diese zu beantworten und gaben so einen noch besseren Einblick in ihr Leben. 

Das Gespräch war berührend und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Wir sind sehr dankbar, dass wir diese Erfahrung noch machen durften, da dies nicht mehr lange möglich sein wird. Außerdem danken wir Herrn Fischer für die Organisation und Frau Schefczyk für die tolle Übersetzung.  

Emma K. und Tony V. (MSS 10)

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