Ausstellungsbesuch

„Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz, ermordet, ausgegrenzt, stigmatisiert“, diese Ausstellung, die aus der Forschungsarbeit von Studentinnen der JU entstand, besuchte am vergangenen Donnerstag ein Grundkurs Geschichte der MSS11 im Haus des Erinnerns. Gegenstand der Ausstellung ist nicht nur die Verfolgung der Sinti und Roma zur Zeit des Nationalsozialismus, sondern auch Diskriminierung und Ausgrenzung, die ihnen in der Nachkriegszeit begegneten und auch bis heute zu beobachten sind. So wird zum Beispiel die Zuweisung besonderer, oft heruntergekommener Wohnviertel für Sinti und Roma auch in Mainz gezeigt, aber auch die Organisation der Sinti und Roma in Protestbewegungen und im Kampf gegen Antiziganismus thematisiert. In Audiodateien kann man sich ein Feature zur Ausstellung und Zeitzeugenberichte anhören, auch zum Leben von Sinti und Roma im heutigen Rheinland-Pfalz, und Einzelschicksale kennenlernen.

Am Ende des Ausstellungsbesuch äußerten sich die Schülerinnen zu den für sie doch überwiegend neuen Einblicken in diesen Teil der deutschen Geschichte und unserer Gesellschaft. Den Abschluss bildete ein Aufenthalt im „Raum der Namen“ im Haus des Erinnerns, in dem in einer audiovisuellen Medieninstallation die Erinnerung an über 1700 verfolgte und ermordete Opfer des Nationalsozialismus wachgehalten wird.  

Wer sich interessiert, findet unter dem Link www.regionalgeschichte.net/index.php?id=24838 den Zugang zu dem Audiofeature und den Zeitzeugenstimmen.

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