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Mit den Figuren identifiziert

27.09.

Von Fred Balz

MUSICAL 60 Schüler des Frauenlob-Gymnasiums setzen „Fame“ perfekt um

Nicht jeder liebte die kitschigen Musicalfilme der ausgehenden Siebziger. Doch während „Grease“ und „Saturday Night Fever“ Schnee von gestern sind, wird das Musical „Fame“ immer noch gespielt. Das liegt daran, dass es im Gegensatz zum Film weit realistischer mit Figuren, Handlung und sozialen Verhältnissen umgeht.

Was die Musical-AG des Mainzer Frauenlob-Gymnasiums in halbjähriger Proben- und Vorbereitungszeit auf die multifunktionale Frankfurter Hof Bühne zauberte, war eine reife Leistung mit nahezu 60 Beteiligten. Dabei wurden erstmals die Teilbereiche Schauspiel, Gesang, Musik und Tanz im fast dreistündigen Musical vereint. Eine elfköpfige Band mit fulminantem Bläsersatz sorgte für die perfekte Umsetzung der facettenreichen Bühnenmusik aus Hits, Ohrwürmern und Begleitmusik.

 

Ort der Handlung ist die Highschool of Performing Arts in New York. In vier harten Schuljahren verzahnt die Geschichte die Schicksale junger Schauspielschüler(innen) mit hochfliegenden Träumen. Geschickt führt das Musical in die Schulklassen Schauspiel, Musik und Tanz ein, wechselt zu handfest ausgetragenen Konflikten und privaten Liebschaften. Es zeigt Hingabe und Behauptungswillen junger Leute zwischen Auflehnung und Resignation. Julia-Darstellerin Serena (suchend: Julia Becker) erkennt in ihrem späteren Romeo Nick (will verzaubern: Niklas Schliesmeier) den Typ aus dem Erdnussbutterspot, der sich vom Kinderstar zum Existenzialisten entwickelt. Hip-Hop-Tänzer Tyrone (selbstbewusst: Alexander Belak) aus der Unterschicht hasst seine Schwanensee-Lektion und steht statt dessen auf Michael, Mahalia und Jesse Jackson. Der aus einer Virtuosenfamilie stammende Geiger ohne Selbstvertrauen, Schlomo (Tim Hippchen), verliebt sich in die Tänzerin und Sängerin Carmen (stimmgewaltig: Claudia Müller-Escobal), die am Ende von einem Agenten ausgepresst an einer Überdosis stirbt. Wegen Leseschwäche und schlechter Leistungen Tyrones kommt es zum Streit zwischen Tanz- (ausgleichend: Jennifer Shrestha) und Englischlehrerin (resolut, doch gutherzig: Michelle Benzing). Während die Musiker Rock spielen wollen, setzt Musiklehrer Sheinkopf (autoritär: Marco Rudolf) auf Klassik. Der lockere Schauspiellehrer Myers (mit James Dean Shirt: Jan Müller) hingegen lässt seinen Schülern den Freiraum, sich selbst zu erforschen. Schließlich wandelt sich Latino Joe (frech: Jonas Parotat) vom Macho zum verantwortungsbewussten Softie. Am Ende sind alle gereift und haben die Lektion ihres Lebens gelernt. So finden sich zahlreiche Parallelen zwischen Stück und Ensemble. Vielleicht ist ja die Identifikation der Beteiligten mit Figur, Stück und Geschichte das Erfolgsgeheimnis dieser makellosen Aufführung.

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