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Mainzer Schülerin erlebt Nobelpreisverleihung in Oslo

16.12.

Von Alexandra Eisen

OSLO/MAINZ - Sehr junge Gesichter sind unter den rund 1.500 geladenen Gästen bei der jährlichen Verleihung des Friedensnobelpreises in Oslo selten zu entdecken. „Ich glaube, wir waren die einzigen Schüler“, sagt Helen Pörtner. Die 18-jährige Mainzerin gehörte zu einer kleinen Delegation ausgewählter Bewerber, die am Samstag dabei sein duften, als der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos im Osloer Rathaus den Friedensnobelpreis erhielt.

Nach dem Sicherheitscheck und vor der Verleihung in der imposanten zentralen Halle des monumentalen Rathauses aus den 30er Jahren waren die Gäste zum Sektempfang geladen – darunter zahlreiche aktive und ehemalige Politiker. „Ich habe leider nicht so viele erkannt, aber unsere Lehrerin hat uns viel erklärt. Das war faszinierend. Ich hätte mir gewünscht, mehr Leute zu kennen“, sagt Helen.

Von Rede des Preisträgers etwas enttäuscht

Der Dresscode für die Verleihung in Anwesenheit der königlichen Familie lautete: schick. Ihren Schülern empfiehlt das College aber, typische Kleidung des Herkunftslandes zu tragen. Einen kurzen Moment hatte Helen überlegt, ob sie sich das Dirndl einer Freundin ausleihen soll. „Aber das wäre dann doch irgendwie komisch gewesen“, sagt sie und lacht. Sie hat sich schließlich für ein Kleid mit Blazer entschieden.

Den Moment der Verleihung des Friedensnobelpreises bezeichnet Helen als „eher unspektakulär“. Nach seiner Rede erhielt Präsident Santos die Medaille – und das war‘s. Von der Rede des Preisträgers war Helen etwas enttäuscht: „Ich fand sie ein bisschen oberflächlich.“ Während Journalisten über eine „emotionale Feier“ und eine „bewegende Rede“ berichten, war der Funke bei der jungen Mainzerin nicht so recht übergesprungen.

Fackelzug vor Hotel

Mit der Verleihung endete die Reise nach Oslo aber ohnehin noch nicht. Am Nachmittag durften die Schüler noch bei einer Interview-Show des TV-Senders Al Jazeera mit Präsident Santos dabei sein. „Und diesmal saßen wir, anders als bei der Verleihung, ganz vorne“, erzählt Helen. Am Abend wurde es dann noch einmal so emotional und friedensbewegt, wie es sich die Schülerin für die Zeremonie gewünscht hätte. Sie war in der Innenstadt beim traditionellen Fackelzug zum Grand Hotel dabei, in dem die Friedensnobelpreisträger wohnen und vom Balkon aus den Menschen zuwinken. „Viele Kolumbianer waren dort und haben gesungen und getanzt. Das war eine tolle Atmosphäre.“

 

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