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Mainz: Auf Initiative des Frauenlob-Gymnasiums werden 16 "Stolpersteine" verlegt

15.03.

14.03.2013 - MAINZ

Von Kirsten Strasser

Leben? Darauf hatten sie kein Recht mehr. Im Terrorregime der Nazis wurden Juden ausgegrenzt, entrechtet, verschleppt, ermordet. Auch in Mainz.

Der Arbeitskreis Stolpersteine am Frauenlob-Gymnasium hat die Schicksale von 16 Frauen und Männern recherchiert, die entweder einst selbst Lehrerinnen oder Schülerinnen im Frauenlob, damals Höhere Mädchenschule, oder Angehörige von diesen waren. Die Jüngste war 19, die Älteste 84 Jahre alt. Ihre Lebens- und Leidenswege sollen nicht vergessen werden – das steht heute für die Schülerinnen, die sich mit Unterstützung des Vereins für Sozialgeschichte in Mainz in dem Arbeitskreis engagieren, fest. Auf Initiative dieses Projektes verlegte am Mittwoch der Künstler Gunter Demnig 16 „Stolpersteine“ in der Alt- und in der Neustadt – vor den letzten Wohnstätten der Nazi-Opfer, die von den Nazis deportiert wurden und meist in Vernichtungslagern starben. Patenschaften für die Stolpersteine, die gestern verlegt wurden, haben übernommen: die Klassen 7b und 7c, Der Leistungskurs 11 Kunst, die Schülervertretung, das Lehrerkollegium, Eltern, Ehemalige – das zeigt, dass das Gymnasium die Aktion unterstützt. Weitere, schulexterne Paten sind Oberbürgermeister Michael Ebling und Gerhard Holzer.

"Das größte dezentrale Mahnmal der Welt"

Stolpersteine sollen zum Nach- und Umdenken anregen, sagte Kulturdezernentin Marianne Grosse. Erinnern sei wichtig. „Das Leugnen von Geschichte und mangelnde Toleranz führen zu fürchterlichen Verbrechen, auch heute noch“, so Grosse. Die Stolpersteine – mittlerweile wurden über 40.000 in 750 Städten und Orten verlegt – seien das größte dezentrale Mahnmal der Welt, betonte die Kulturdezernentin.

„Wir sollen wachsam sein“ – das sei die Botschaft dieses Tages, sagte der Ortsvorsteher der Neustadt, Nico Klomann. Auch damals seien „die Nazis nicht vom Himmel gefallen“, und auch nicht der Antisemitismus: „Die Täter kamen aus der Mitte der Deutschen, auch der Mainzer Gesellschaft.“ Der stellvertretende Ortsvorsteher der Altstadt, Brian Huck, lobte die gründliche Aufarbeitung, die die AG des Frauenlob geleistet habe. Es würden eben nicht nur Stolpersteine verlegt, sondern auch die Geschichten der Opfer erzählt.

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Kommentar von Leserin2013 | 16.03.2013

Schade ist an dieser Stelle, dass die Initiatorin Mechthild Frey mit keiner Silbe erwähnt wird. Sie hat nicht nur die Aktion ins Leben gerufen, auch hat sie die AZ mit sämtlichen Materialien und Fotos versorgt. Weiterhin war sie die Hauptrednerin bei der Eröffnung am Mittwoch. Schade AZ!