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Frauenlob-Gymnasium feiert Jubiläum mit Festwoche

26.09.

So lernten und turnten Schüler früher: Unsere Fotos zeigen die Turnhalle und einen Klassenraum des Frauenlob-Gymnasiums im Jahr 1906; das Gebäude von 1906 bis 1933; Schäden des Zweiten Weltkrieges, die auch im Jahr 1954 noch nicht beseitigt waren. <br />	Fotos: Stadtarchiv

So lernten und turnten Schüler früher: Unsere Fotos zeigen die Turnhalle und einen Klassenraum des Frauenlob-Gymnasiums im Jahr 1906; das Gebäude von 1906 bis 1933; Schäden des Zweiten Weltkrieges, die auch im Jahr 1954 noch nicht beseitigt waren. 
Fotos: Stadtarchiv

 
 
 
 
Von Laura Guest und Duygu Ayrikcil

NEUSTADT - Schon Schriftstellerin Anna Seghers drückte hier die Schulbank. Und auch noch heute werden am Frauenlob-Gymnasium junge Menschen ausgebildet. 125 Jahre besteht die Schule inzwischen. Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltet die Schule vom 27. September bis zum 5. Oktober eine Festwoche mit vielfältigem Programm.

Die Woche startet am Samstag um 11 Uhr mit einem Schulfest. „Wir haben an der Schule ein großes musikalisches Angebot, zum Beispiel mehrere Bands und einen Chor“, erzählt Schulleiter Stefan Moos. Außerdem wurden die Klassen für verschiedene Projekte eingeteilt. „Ich werde zum Beispiel einen Rettungswagen von der Johanniter-Unfallhilfe holen und ihn mit einem ehemaligen Schüler präsentieren, der nun dort arbeitet“, erzählt Schüler Dominik Schmidt (18). Als Entschädigung für Einschränkungen durch die Baumaßnahmen sind auch Nachbarn der Schule zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

 

Erster Weltkrieg aufgearbeitet

Es wird zudem eine Ausstellung zum Thema „Erster Weltkrieg – Verletzungen – Angst – Zerrissenheit“ in der Bibliothek eröffnet. Zwei Leistungskurse Geschichte haben dafür Ereignisse des Ersten Weltkriegs in einen regionalen Zusammenhang eingeordnet. Auch Werke des Kunst-Grundkurses, die in Kooperation mit der Kunsthalle Mainz entstanden sind, werden gezeigt. Danach, ab 15 Uhr, findet ein Ehemaligentreffen statt.

Der Gründungstag am 2. Oktober wird mit einem ökumenischen Gottesdienst um 16.30 Uhr in der Christuskirche gefeiert. Um 18 Uhr ist eine akademische Feier in der neuen Mensa des Gymnasiums geplant. Abgeschlossen wird die Festwoche mit dem Musical „13“, das am 3., 4. und 5. Oktober aufgeführt wird. Bei dem stufenübergreifenden Projekt geht es um den 13-jährigen Evan und seinen Weg zum Erwachsenwerden. Während er typischen Teenagerproblemen voller Hürden als auch Hilfen begegnet, erkennt er die Kraft der wahren Freundschaft.

Das Frauenlob-Gymnasium wurde am 30. September 1889 unter dem Namen Domus Universitatis als höhere Mädchenschule eingeweiht. Der Erste Weltkrieg war für die Schule eine Zäsur – der Unterricht wurde durch Sparmaßnahmen und Notverordnungen beeinträchtigt, manche Lehrer wurden sogar eingezogen.

Im Dritten Reich verließen bis 1934 die meisten jüdischen Schülerinnen aufgrund der bedrückenden Atmosphäre die Schule. 1938 wurde die Schule in „Frauenlob“ umbenannt und durfte keine jüdischen Schüler mehr aufnehmen.

1944 wurde die Schule geschlossen und erst nach dem Krieg wiedereröffnet. Die Zahl der Schüler nahm immer weiter zu und ab 1978 begann das Gymnasium, auch Jungen aufzunehmen.

Über die Jahre baute die Schule ihren Kontakt mit Schulen in verschiedenen Ländern aus: Zum Beispielgibt es bis heute ein Austauschprogramm mit der englischen Watford Grammar School.

In den vergangenen Jahren beschäftigte sich die Schule besonders mit der Umstellung auf das G8-Modell: 2010 startete der erste Jahrgang, der das Abitur nach zwölf Jahren ablegen wird.

Zukünftig will die Schule vorrangig an ihrem G8-Konzept arbeiten. Die Arbeitspläne und die Kooperation zwischen den Lehrern sollen verbessert werden und ein Curriculum des Lernens entwickelt werden: „Wir möchten nicht, dass die Schüler nur für Klausuren lernen und danach alles wieder vergessen“, sagt Moos.

Die Schüler sollen sich stattdessen vermehrt Kompetenzen aneignen, wie etwa eine richtige Selbsteinschätzung oder die Fähigkeit, Probleme zu lösen.

„Schule heute ist mehr als Lernen. Erziehungsarbeit ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg“, sagt auch der ehemalige Schulleiter, Joachim Bliemeister.

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