Itslearning

Sander-Catering

Vertretungsplan

Schulpulli

Mint
FLG-App

Vertretungsapp Android

Bewerte diese Homepage auf Schulhomepage.de!
Statistik
Online:
1
Besucher heute:
1
Besucher gesamt:
2.013.528
Zugriffe heute:
1
Zugriffe gesamt:
4.605.666
Besucher pro Tag: Ø
666
Zählung seit:
 

Abiturjahrgang 1965

24.03.

Sehr geehrter Herr Moos, 

  

noch einmal möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen für die gelungene Führung im Frauenlobgymnasium am 7. März anlässlich unseres Treffens zur Feier des 50-jährigen Abiturs bedanken. 

Es ist nicht selbstverständlich an einem Samstagnachmittag vom Schulleiter fast 1 1/2 Stunden durch die Gebäude geführt zu werden und so viele interessante Informationen zu erhalten. 

Der Gang durch den alten Teil der Schule war für uns Nostalgie pur. Auch wenn sich im Inneren vieles verändert hat, so haben wir doch einiges wieder erkannt: 

unseren alten Klassenraum (trotz Whiteboard statt Tafel und Tischen statt Zweierpulten), den neuen Eingang, an dem uns die Direktorin, Frau Dr. Lichtenstein jeden Morgen persönlich begrüßte, den alten Eingang im Hof, an dessen Seite die Klassen sich in Zweierreihen aufstellen und langsam (!) nacheinander ohne zu drängeln ins Gebäude eintreten sollten, das alte Treppenhaus, in dem man weder die Treppen hinunterhüpfen noch laut sein, geschweige denn pfeifen durfte (Ein Mädchen tut so etwas nicht!), den Musiksaal, in dem Frau Adrian mit uns vor dem Musikunterricht Atemübungen machte und gerade Haltun übte, den Theaterraum, in dem wir stolz in der 10. Klasse im Dezember 1961 unter der Regie von Frau Dr. Brand "Le Bourgeois Gentilhomme" von Molière in französischer Sprache aufführten. 

  

Auch der Schulhof war interessant, sahen wir doch von dort aus in den ersten Schuljahren hinter Mauern und Zaun noch viel Häuserruinen. Auch das Gautor stand mitten im Schulhof und diente als Hintergrund für viele Klassenfotos. 

Da wo früher ein Eisenzaun die unschuldigen Mädchen vor den Jungen der benachbarten Gymnasien schützen sollte und sich auch nach der Schule keine gemischten Grüppchen aufhalten durften, stehen jetzt Neubauten. Heute ist der Hof durch neue Gebäude fast geschlossen, aber die Schüler sind freier und Jungs auf dem Schulhof offensichtlich keine Gefahr mehr. Ja, wir waren  damals locker eingezäunt, doch auf sehr behütetem Terrain. 

  

Die alte Turnhalle, in der neben Sport auch die jährlichen Fastnachtssitzungen mit Vorträgen von Lehrern und Schülerinnen für die ganze Schule stattfanden, ist Klassenräumen gewichen und auch die Toiletten mit dem großen warmen Vorraum gibt es nicht mehr, in dem die Fahrschülerinnen sich im bitterkalten Winter vor dem Unterricht ihrer Trainingshosen entledigten, die man unter den Röcken trug, weil Mädchen eben keine Hosen tragen. 

Es gab viele Regeln, die man heute nicht mehr nachvollziehen kann, doch alles hat seine Zeit und Nachkriegskinder haben wenig hinterfragt und waren nicht verwöhnt. 

Die Distanz zwischen Lehrern und Schülern im Unterricht war damals groß, doch es "menschelte" bei den alltäglichen Dingen. 

Wo gibt es noch Lehrer, die wie Fräulein Jelkmann (Latein) an einem fürchterlich kalten Regentag in der 1. Stunde mit einem Packen alter Zeitungen die durchgeweichten Schnürschuhe der Kinder ausstopfte? 

  

In der 10. Klasse waren wir im sprachlichen Zweig noch 26, in der Abiturklasse 1965 nur noch 11 Schülerinnen, die meist von Frauen, bzw. Fräuleins unterrichtet wurden, da es infolge des Krieges wenige Lehrer gab, sowie auch viele vaterlose Kinder. 

Unsere Wege haben sich nach der Schulzeit getrennt, doch haben wir über all die Jahre Kontakt gehalten und anfangs auch noch unseren Klassenlehrer, Herrn Minn, einbezogen, der uns in der Oberstufe in Französisch, Geschichte und Sozialkunde sehr geprägt hat. 

Übereinstimmend haben wir festgestellt, dass wir am Frauenlob damals gute Lehrer hatten, die viel von uns forderten, aber uns dadurch mit dem notwendigen "Rüstzeug" (so sagten sie damals) für unser späteres Leben ausgestattet haben. 

Der Gang durch die Schule hat Erinnerungen geweckt und gleichzeitig einen Einblick nicht nur in die Ausstattung sondern auch in die erzieherische Neugestaltung der Schule gegeben. 

Wann können wir unsere Enkel anmelden? 

  

Nochmals vielen Dank, 

Abiturjahrgang 1965 

 

 

An den Eintrag in den Ehemaligenverteiler gedacht? Hier....

Zurück