1. Preis für Facharbeit Erdkunde

30.10.

Was haben Goldbärchen mit dem geplanten Pumpspeicherkraftwerk in Heimbach zu tun? Sehr viel: Eine hervorragende Facharbeit und eine Auszeichnung dafür!

Dieser Zusammenhang erschließt sich erst, wenn man weiß, dass die für das allseits beliebte Naschwerk bekannte Bonner Firma Haribo die „Dr. Hans-Riegel-Stiftung“ ins Leben gerufen hat, die es sich zum Ziel gesetzt hat, jungen Menschen den Weg in die Welt der Naturwissenschaften zu ebnen. Die Stiftung lobt seit mittlerweile sechs Jahren in Zusammenarbeit mit ausgewählten Universitäten in jedem der MINT-Fächer Biologie, Chemie, Erdkunde, Mathematik und Physik einen Facharbeitspreis aus. Dieser jährlich unter den eingereichten Facharbeiten vergebene Preis würdigt nicht nur herausragende Schülerarbeiten, sondern soll frühzeitig das Interesse junger Menschen am wissenschaftlichen Arbeiten wecken. Nicht umsonst werden die Arbeiten von Juroren aus der Universität begutachtet und müssen sich – sowohl inhaltlich als auch formal – dem kritischen und geschulten Blick der Hochschulwissenschaftler stellen können. 

Zum bereits dritten Mal kooperiert nun auch Rheinland-Pfalz und die Mainzer Universität mit der Dr. Hans-Riegel-Stiftung. Insgesamt 88 Arbeiten wurden landesweit in den genannten Fächern eingereicht, davon zwei Drittel von Schülerinnen!

Und so fand am Sonntag, dem 28. Oktober 2012 die Verleihung des „Dr. Hans Riegel-Fachpreises“ im Foyer des Chemie-Hauptgebäudes in der Johannes Gutenberg-Universität statt. Das diesjährige Motto der Preisvergabe hieß „Fertig, Uni, los!“ und verdeutlicht, was hinter der Preisauslobung steht: Die Facharbeit eröffnet den Blick auf das Studium – und hoffentlich auch den Weg dahin. Unter den Preisträgern, deren Angehörigen und den Vertretern der Schulen war auch Tabea Helm, jetzt Jahrgangsstufe 13. Mit ihrer Facharbeit zum Thema „Das geplante Pumpspeicherkraftwerk Heimbach – ein Großprojekt der Mainzer Stadtwerke“, die sie im letzten Schuljahr im Leistungskurs Erdkunde geschrieben hatte, konnte sie sich im Bereich Erdkunde gegen 19 Mitbewerberinnen aus allen teilnehmenden rheinland-pfälzischen Schulen durchsetzen und gewann den 1. Preis. Herzlichen Glückwunsch für diese tolle Leistung! Der Preis ist – wie auch der zweite und dritte in den jeweiligen Fächern – mit einer Geldprämie dotiert, selbstverständlich gab es dazu aber auch eine große Packung der kleinen Bonner Bärchen. Auch die Schulen der Preisträger wurden – stellvertretend für das Engagement, dass die Fachlehrer mit dem Betreuen einer solchen Arbeit zeigen – mit einem Sachpreis in Höhe von 100,- Euro geehrt.

Tabeas Arbeit überzeugte ihren Juror vom Geographischen Institut zum einen mit dem „zukunftsweisenden Thema regenerative Energien“, das sie fundiert und mit Praxisbezug zu einem von den Stadtwerken Mainz geplanten Projekt untersucht habe, zum anderen aber auch damit, dass sie im Zuge ihrer Recherchen vor Ort auch eine Befragung unter 100 Einwohnern vornahm und auswertete.

Die Gastgeber der Veranstaltung, Universitätsprofessor Dr. Förstermann und die Vertreterin der Stiftung, Frau Henzler, hoben in ihren Laudationes für die Preisträger die Wichtigkeit der Förderung junger Talente – nicht nur – im naturwissenschaftlichen Bereich hervor, denn: „Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“ (Benjamin Franklin).

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