Das Profil des Frauenlob-Gymnasiums

„Der eigentliche Zweck des Lernens ist nicht das Wissen, sondern das Handeln.“

(Herbert Spencer, brit. Philosoph)

„PROFIL“ – darunter verstehen wir kein starres pädagogisches  Schulkonzept, keine unveränderliche Festlegung auf Schwerpunkte und kein von gesellschaftlichen Einflüssen unabhängiges Ziel. Vielmehr basiert unser Profil auf kontinuierlicher bewusster Weiterentwicklung unseres Konzepts, unserer Schule und unseres Schulprogramms zum Wohle aller am FLG-Leben Beteiligten. Es ist unsere Überzeugung, dass die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit, der offene Austausch zwischen Schüler-, Lehrer- und Elternschaft und der vertrauensvolle und achtsame Umgang miteinander Grundvoraussetzungen für eine gute Schule sind.

Unsere Überzeugung ist nicht zu verwechseln mit Konzeptschwäche, denn selbstverständlich verfolgen wir konkrete Bildungsziele und stimmen dabei mit der Aussage des britischen Philosophen Herber Spencer (1820-1903) überein, der sagte: „Bildung jeder Art hat doppelten Wert, einmal als Wissen, dann als Charaktererziehung.“

Wissensvermittlung sehen wir nicht als Selbstzweck, sondern folgen der Überzeugung, dass Wissenserwerb und damit schulischer Unterricht realitäts- und handlungsorientiert sein müssen. Bei der Vermittlung einer umfassenden Allgemeinbildung und der möglichst ganzheitlichen Förderung der Persönlichkeitsentwicklung unserer Schüler und Schülerinnen ist eines unserer Ziele, unsere Schüler und Schülerinnen nach dem Abitur mit einer fundierten Studierfähigkeit zu entlassen und sie auf einen erfolgreichen Einstieg in ihr Berufsleben vorzubereiten.

Kernkompetenzen, d.h. sozial-emotionale, kommunikative und methodische Kompetenzen, haben in unserer Gesellschaft mittlerweile einen höheren Rang erreicht als reines Fachwissen. Gemeint sind Kommunikations-, Kritik- und Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft, selbstbewusstes Auftreten sowie Arbeits- und Präsentationstechniken. Die vor diesem Hintergrund von uns gewählten Angebotsschwerpunkte dienen deshalb unter anderem der Ausbildung und Stärkung der Fähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler, mit ihren Mitmenschen und deren Handlungsweisen, aber auch mit sich selbst angemessen umzugehen, die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen, mit ihnen bewusst umgehen zu lernen und die Stärken auszubauen und sie erfolgreich einzusetzen bzw. zu präsentieren.

Ziele wie die unsrigen können jedoch nur dann erfolgreich erreicht werden, wenn innerhalb der Schulgemeinschaft ein Wertekonsens herrscht.