Gelungene Premiere!

04.12.

13 SchülerInnen vom Frauenlob-Gymnasium wirken in der Mainzer Staatstheater-Produktion „Im Weißen Rössl“ musikalisch mit. Ob als Feuerwehrkapelle oder als aus der Tiefe aufsteigende Star Wars-Agenten meistern sie ihre Auftritte absolut souverän. Durch den Blick hinter die Kulissen, die zahlreichen Proben, das gemeinsame Musizieren mit dem Philharmonischen Orchester, sowie in der Maske und Garderobe konnten die SchülerInnen spannende Einblicke in die Theaterwelt gewinnen.

Unsere Besetzung: Salka B., Palina T., Sarah R., Sebastian L., Guénaelle M., Lilith H., Johanna A., Samuel K., David G., Alex W., Yannick J., Leon A.-G., Pascal T.

„Nein, es fehlt dem Publikum wirklich nichts in diesem hinreißenden Mainzer 'Rössl'.“
Axel Zibulski, Frankfurter Allgemeine, 29. November 2016


In dem guten, alten Operetten-Film Im Weißen Rössl aus dem Jahr 1960 war die Welt noch in Ordnung: Die Haartolle saß, Waltraud Haas lächelte bedeutungsvoll in die Kamera und Peter Alexander durfte sich durchs Salzkammergut singen. Der Film trug sicherlich zur Popularität der ursprünglich 1930 entstandenen gleichnamigen Operette bei, er tat dem Werk und dem Genre aber auch einen Bärendienst.
Denn Im Weißen Rössl steht keineswegs für betuliche Heimatromantik und Schunkelharmonie, sondern es handelt sich um eine bitterböse, ironiegetränkte Berliner Operette. Der beginnende Massentourismus wird hier genauso auf die Schippe genommen, wie mit alpenländischem Kolorit und Berliner-Schnauze-Klischee gespielt. Wenn Wilhelm Gieseke und der „schöne“ Sigismund über Hemdhosen-Patente streiten, die Rössl-Wirtin ihrem Stammgast Dr. Siedler hinterherschmachtet, während dieser doch Ottilie sein Herz schenken will, und die Chefin nicht bemerkt, dass die „verliebten Kuhaugen“ des Zahlkellners Leopold nur ihr gelten, dann ist alles bereit für Verwirrung, Witz und beste Unterhaltung.
Das Regieduo Peter Jordan und Leonhard Koppelmann, die sich mit Pension Schöller in Mainz vorgestellt haben, werden in dieser spartenübergreifenden Produktion beweisen, dass sie Meister der doppelbödigen Unterhaltung sind.

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