Frankreichaustausch 2016

18.03.

Anfang März kam eine Gruppe französischer Schülerinnen und Schüler von einer Schule in St. Paul en Chablais (liegt am Südufer des Genfer Sees) zu uns nach Mainz.

Am Dienstag nach der Schule kam der Bus am Schloss an. Keiner der deutschen Schüler/-innen traute sich, zu den Franzosen hinzugehen, da einige nicht wussten, wer zu wem gehörte. Als wir unsere Partner nach und nach gefunden hatten, fuhren alle nach Hause. Auf der Fahrt war es schwer, ein Gesprächsthema zu finden, weil sich keiner traute, anzufangen. Als wir zu Hause ankamen, wartete dort mein relativ gut Französisch sprechender Bruder, mit dem ich Louis (meinem Austauschpartner) das Haus zeigte.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus in die Schule. Dort wurden die Franzosen von Herrn Moos begrüßt, und wir bekamen noch ein paar Informationen für die folgenden Tage. An diesem Tag gingen unsere Austauschpartner in die Mainzer Innenstadt und besichtigten das Gutenberg Museum sowie das ZDF, während wir Deutschen einen normalen Schultag erlebten. Natürlich gab es in der Schule viel zu erzählen, darüber, wie der erste Abend mit den Gästen gelaufen war. Nach der Schule trafen wir die Gruppe der Franzosen vor der Schule wieder und fuhren gemeinsam nach Hause. Da wir den Tipp bekommen hatten, dass wir, um ins Gespräch zu kommen, Spiele spielen sollten, spielte ich mit Louis „Jenga“. Zu meiner Freude hatte er Spaß und redete um einiges mehr als am Vorabend. Ich war sehr überrascht, als sich herausstellte, dass wir fast genau dieselben Interessen hatten, beispielsweise mochte er genau die gleichen Computerspiele wie ich.

Am Donnerstag waren die Franzosen bei uns im Unterricht zu Gast, das war sehr lustig, da unsere Lehrer versuchten, sie mit einzubeziehen. Von Tag zu Tag redeten wir mehr und trauten uns mehr zu. Am Freitag fuhren alle zusammen, mit dem Zug nach Frankfurt, dort liefen wir zum Filmmuseum, wo wir eine Führung und einen coolen Film-Workshop hatten. Danach durften wir noch in Kleingruppen über die Zeil laufen, dann fuhren wir wieder zurück.

Am Samstag traf ich mich mit Vincent, einem Freund, und seinem Austauschpartner am Frankfurter Flughafen, dort machten wir eine Bus-Tour rund um den Flughafen. Vincents Stiefvater hat in Frankreich studiert und kann deshalb fließend Französisch. Er konnte während der Führung für unsere Austauschpartner übersetzen.

Am Sonntag trafen sich noch einige Familien an der Burg Rheinfels in Sankt Goar, dort hatten wir eine Führung organisiert, die auf Deutsch und Französisch gehalten wurde.

Am Montagmorgen um 7:45 Uhr trafen sich alle wieder vor dem Schloss, um die französischen Schüler/-innen zu verabschieden. Leider kam der Bus zunächst nicht, da das französische Busunternehmen fälschlicherweise dachte, der Abfahrttermin sei erst am nächsten Morgen. So konnten die Franzosen erst um die Mittagszeit nach Hause aufbrechen.

Trotz dieses etwas unangenehmen Abschlusses, war der 1. Teil des Austauschs sehr gelungen. Ich freue mich schon sehr, Louis beim Besuch in St. Paul im Mai wiederzusehen!

 

Jonathan D., Klasse 7c

 

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