FLG trifft Gymnasium Říčany (Mittelböhmen)

02.07.

Vom 15. bis 19. Juni trafen sich tschechische und deutsche Schülerinnen und Schüler zum ersten Mal im Leben zu gemeinsamen Unternehmungen und Schulbesuchen in Ricany, Mittelböhmen. Da die tschechischen Ferien kurz bevorstanden, bekamen unsere Schülerinnen und Schüler einen ersten Vorgeschmack auf die wohl auch bei uns bald eintretende (Vor-) Ferienstimmung. Nach einem abendlichen Empfang in der Schule am Anreisetag und einem Schulbesuch am darauffolgenden Montagmorgen, erfolgte ein erstes Kennenlernen der nahegelegenen Stadt Prag, der – glücklicherweise von unseren Gastgebern mit viel Verständnis quittiert - ein fast jähes Ende nehmen musste. Grund: das Fußballspiel Deutschland gegen Portugal.  Geht man davon aus, dass eine Begegnung zwischen fremden Jugendlichen die Erweiterung von Kenntnissen und Entwicklung des Verständnisses für die Vielfalt und Andersartigkeit der europäischen Kulturen fördert, so war die Fußballeuphorie unserer FLGler ein durchaus erhellendes Erlebnis für unsere tschechischen Partner. Jedoch lernten alle beteiligten Schülerinnen und Schüler, die auf Grund ihrer Verankerung in unterschiedlichen nationalen Kulturen vielleicht zunächst ein hohes Maß an Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit vermuteten, dass die Gemeinsamkeiten überwiegen.

Hintergrund unserer Fahrt ist das Bestreben, die auf Gymnasialebene noch ausbaufähige Verbindung zwischen den Regionalpartnern Rheinland-Pfalz und Mittelböhmen zu erweitern und zu stärken. Am 21.05.2003 wurden „Gemeinsame Erklärungen zur Zusammenarbeit des Landtags Rheinland-Pfalz, des Regionalrats Burgund, der Mittelböhmischen Region und des Sejmiks der Woiwodschaft Oppeln unterzeichnet. Damit wurde damals eine einzigartige Verbindung zwischen Regionen aus den Gründer- und den Beitrittsstaaten der Europäischen Union eingegangen. Auf Schulebene sehen wir in innereuropäischen Schüleraustauschen die Möglichkeit, die Jugendlichen bei der Erlangung grundlegender Fähigkeiten und Kompetenzen zu unterstützen, die für ihre persönliche Entwicklung, ihre zukünftige Beschäftigung und ein aktives Engagement als europäische Bürger erforderlich sind.  

Wir danken Frau Simon und Frau Dortants für die Organisation und Begleitung.

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