Berge, See, abgepackter Fisch, ...

09.06.

... ...der aussieht wie Marshmallows und andere interessante Eindrücke

- der Frankreichaustausch 2014

 

Werde ich mich mit meiner Gastfamilie verstehen? Was muss ich da wohl alles essen? Werde ich überhaupt irgendetwas verstehen? Solche Gedanken hatten bestimmt einige der Teilnehmer des Frankreichaustauschs, als wir uns am 31.3. 2014 morgens auf den Weg in unser schönes Nachbarland machten. Nach guten acht Stunden eigentlich kurzweiliger Fahrt kamen wir in Saint-Paul en Chablais, einem 2000-Seelen-Ort zwischen Alpen und Genfer See, an. Im „Collège du Pays de Gavot“, unserer Partnerschule, hießen uns unsere Austauschschüler willkommen und wir machten uns nach kleinem Empfang mit Kuchen und teilweise merkwürdigen französischen Kleinigkeiten (siehe Überschrift) mit ihnen auf den Weg in die jeweilige Gastfamilie. Das Abendprogramm war dann jedem selbst überlassen, bevor am nächsten Tag der Besuch in der Schule anstand.

Technisch ist die Schule dort besser ausgestattet als das FLG, jedoch hat man durch einige Abstriche wie zum Beispiel die Länge des Schultags oder das manchmal nicht sehr freundschaftliche Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern die deutsche Schule schätzen gelernt.

Für Mittwoch war dann unser Besuch in Genf gemeinsam mit der französischen Gruppe geplant. Mit einem Reisebus ging’s anderthalb Stunden über die Schweizer Grenze als erstes in die Genfer Altstadt, wo wir durch schöne Straßen bis zur Kathedrale gelaufen sind. Schon dort hat man einen Eindruck des internationalen Flairs dieser Stadt bekommen, der mit der anschließenden Fahrt zur UNO noch verstärkt wurde. Nach New York ist Genf der zweite Hauptsitz der Vereinten Nationen, wobei hier vor allem Organe angesiedelt sind, die sich mit Menschenrechten befassen.

Nachdem wir die Sicherheitskontrollen durchlaufen hatten, haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und wurden durch einen großen Teil der Gebäude geführt. Neben vielen Sälen und der eindrucksvollen Art-Déco-Architektur wurde durch viele ausgestellte Schenkungen doch sichtbar, wie beeinflussbar die UNO durch ihre Mitglieder ist. Leider fand die Führung aufgrund eines Missverständnisses ohne deutsche Übersetzung statt, doch auch so war dieser Besuch, wenn man es wollte, eindrucksvoll.

Anschließend sind wir für unser „pique-nique“ in den angrenzenden Botanischen Garten gegangen, um von dort aus am Seeufer zurück zum Bus zu laufen. Zum Abschluss hatten wir noch ein bisschen Freizeit in der Genfer Innenstadt. Den Abend verbrachten alle wieder in ihren Gastfamilien. Dieser Tag wurde, wie eigentlich alle in dieser Woche, von blauem Himmel und Sonnenschein begleitet.

Am nächsten Morgen fuhren nur wir deutschen Schüler mit dem Bus nach Evian, um dort mit einer Rallye die Stadt zu erkunden. Nachdem sie von allen erfolgreich gemeistert war, sind wir mit dem Bus ins zehn Kilometer entfernte Thonon gefahren. Dort haben wir erst einmal Mittagspause an einem sehr schönen Strand gemacht, bevor wir am Ufer in den alten Stadtteil gelaufen sind. Über Treppen (es gab auch eine Bahn, aber nein...) ging’s ins höhergelegene Zentrum Thonons. Dort hatten wir die restlichen knapp zwei Stunden Freizeit, in der wir eingekauft haben, rumgelaufen sind oder einfach nur den Blick auf den See genossen haben. Zurück an der Schule sind wir dann mit unseren Austauschschülern in die Familien und hatten den Abend wieder zur freien Verfügung.

Für den folgenden Tag, Freitag, war Regen angekündigt, also super Bedingungen zum Wandern! Dementsprechend regendicht waren wir dann ausgerüstet, wobei unsere Sorgen unbegründet blieben, da wir mal wieder tolles Wetter hatten. Von der Schule gestartet ging’s erst über breitere Straßen und Wege, bis wir anschließend den Wald und nach ca. drei Stunden unser Ziel auf knapp 1300 Meter erreichten. Von dort hatte man einen fantastischen Blick auf schneebedeckte Berge und den See. Sogar die Schule konnte man erkennen (Yeah!)... Nach einer ausgiebigen Pause mit „Besteigung“ eines anderen Berges, von dem man noch einen besseren Rundumblick hatte, machten wir uns an den Abstieg und mussten schweren Herzens auch den Hund zurücklassen, der uns auf dem ganzen Weg treu begleitet hatte. Da wir schon gegen 16 Uhr zurück an der Schule waren, mussten wir noch bis zum Schulschluss der Franzosen warten, da anschließend die offizielle Verabschiedung stattfand. Wieder gab es Kuchen und wir haben mit allen ein Spiel gespielt.

Den Samstag, unseren letzten Tag, konnte dann jeder selbst gestalten.

Am darauffolgenden Sonntag trennten wir uns morgens vor der Schule von unseren Austauschpartnern und traten die Rückfahrt an.

Alles in allem war es eine sehr schöne und interessante Woche mit vielen neuen Eindrücken. Und auch wenn die Deutsch- und Englischkenntnisse der Franzosen so gegen Null gehen, blieben die zu Anfang erwähnten Sorgen der meisten unbegründet.

Vielen Dank an Frau Huff und Frau Dietz für die super Organisation!

 

Helen P. (9a)

 

Inzwischen waren die Franzosen auch in Mainz zu Besuch - auch diese Woche war geprägt von vielen interessanten Eindrücken, Exkursionen und Veranstaltungen.

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