Nachlese: Kletterexkursion 2016

30.11.

So war die Kletterexkursion ins Kaunertal in Österreich vom 5.-9. September 2016

Der Sport Grundkurs von Herr Bauer in Begleitung von Frau Kukula und Herr Neumann-Welkenbach

Stimmen zur Exkursion:

Die Kletterexkursion mit dem Sportkurs ins Kaunertal war eine wirklich tolle Erfahrung. Bereits am ersten Tag ist die Gruppe zu einem Team zusammen geschweißt worden. Ohne Handyempfang und mit viel Motivation freuten wir uns auf eine Zeit, in der wir viel Neues übers Klettern und das Arbeiten im Team lernen würden.

Eingeläutet durch einen warmen Apfelstrudel begann unsere Woche auf dem Gepatschhaus in 1928 m Höhe. Das war vorerst auch das letzte Mal, dass wir etwas Obst-ähnliches aßen… Auch auf Vitamin D mussten wir montags und dienstags verzichten, wer seine Ski Unterwäsche und Winterjacke vergessen hatte, musste sich warm wandern. Doch für den Blick auf den Gletscher, den See und die Besichtigung einer (übrig gebliebenen) Gletscherspalte lohnten sich abgefrorene Ohren und Finger.

Das Klettern am Fels war für uns etwas ganz anderes als in der Halle. Die tolle Aussicht motivierte immer das Ziel zu erreichen, neue Routen und Klettertechniken auszuprobieren.    

Vor allem das Baden im Bach war eine tolle Erfahrung.

Die vor Ort neu erlernten Klettertechniken, wie Abseilen und Vorstiegsklettern konnten wir mühelos in die Praxis umsetzen, sodass wir uns Tag für Tag verbesserten.

Beeindruckt hat uns die Gletscherzunge, welche wir während unserer langen Wanderung sehen konnten.

Die Abende haben wir immer gemeinsam im Gepatschhaus mit Kartenspielen, Reden und Fotos angucken ausklingen lassen.

Abends machten wir es uns in dem kleinen Aufenthaltsraum der Hütte gemütlich. Zuerst wurden Referate über verschiedene Kletterthemen angehört, dann reflektierten wir den Tag, indem wir uns eine Auswahl der geschossenen Fotos ansahen. Dabei wurden immer Späße gemacht und viel gelacht. Die letzten Abendstunden, saßen wir zusammen, spielten Karten oder sagen.

Dank traumhaftem Wetter von Dienstag bis Freitag konnten wir unseren „Kurzurlaub in den Bergen“ richtig genießen und konnten – trotz wenigen Stunden Schlaf – tagsüber die Landschaft und den Klettergarten erkunden. Auf unserer Wanderung am Donnerstag, der wir eher skeptisch entgegensahen, wurden wir positiv überrascht,  da der Ausblick (inklusive Murmeltieren) einzigartig war und somit unsere Zweifel zwecks Höhe (ca 500 Höhenmeter) und Kondition wie weggeblasen waren.

Die Betreuung und das Essen in der Hütte waren wirklich sensationell für Kursfahrtverhältnisse und den Preis. In Sachen Klettern und Wandern schließen wir uns den vorherigen Aussagen an. Die Nähe zur Natur hat uns überwältigt und hatte eine sehr beruhigende Wirkung auf Körper und Geist. Gerne wieder!

Es war nicht nur eine Freizeit zum Klettern, die gesamte Natur war einfach wunderschön. Auf ca. 2000 Metern Höhe fühlt man die wunderbare Luft und es geht einem automatisch sehr gut! Man hat Zeit gefunden um abzuschalten und den Alltag zu vergessen. Ich kann sogar sagen, dass es ein Schritt zur Selbstfindung war, was eine überaus positive Erinnerung beibehält. Ich kann nur empfehlen, die Freizeit mitzumachen und würde es selbst immer wieder liebend gerne tun!

Berge und Landschaften bieten die heutzutage sehr seltene Gelegenheit, den permanenten Gedankenstrom mit all seinen Urteilen und Problemen zu unterbrechen, indem man im Inneren still wird. Wer diese Gelegenheit nutzt, fühlt sich frei. Auch wenn es nicht leicht sein wird, dieses Gefühl von Freiheit weiter in sich zu tragen und mit in den Alltag zu nehmen, ist sicher, dass es sich lohnt. Der Gedanke an die mächtigen, friedlichen Berge und die unberührte Natur mag dabei hilfreich sein.

Die Woche hat richtig viel Spaß gemacht. Das Klettern war das Highlight der Woche.

Die Stimmung war entspannt und unsere Gruppe wurde durch die gemeinsamen Unternehmungen zusammen geschweißt.

 

Die Wanderung und die täglichen Felsenkletterungen boten einen atemberaubenden Blick auf die umliegende Natur. Die Gesellschaft meiner Mitschüler machte diese Erfahrung perfekt. Besonders im Gedächtnis bleiben wird mir allerdings der Panorama Blick, den man an unserer Donnerstagswandertour bewundern konnte. Oben auf dem Berg schien alles so unwirklich und klein. Durch die Stille und das einfach mal „nur“ Mensch sein konnte man sehr gut über sich und das Leben zuhause reflektieren – was einem vielleicht den ein oder anderen Gedankenanstoß geben konnte. Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war das Sterne schauen unter freiem Himmel. Es war keine einzige Wolke da und verschaffte uns einen Blick auf alle Sterne – man kann sich nur schwer vorstellen, dass es noch mehr geben könnte – und man konnte sogar die Milchstraße erahnen. Ich würde die Fahrt jeder Zeit wieder machen!

Die Klettertour hat meine Erwartungen weit übertroffen. Das Klettern am Fels war eine ganz neue und für mich persönlich sehr motivierende Erfahrung. Ich finde es einfach toll, dass man es einem Grundkurs ermöglicht, eine solche Fahrt zu machen.

Eine neue Erfahrung für sowohl Schüler als auch Lehrer haben wir mit dem Klettersteig machen können. Wir konnten an und um einen Wasserfall herum klettern. Mit bis zu 200 Höhenmetern der Route sollten die Teilnehmer keine Höhenangst oder Schwindelgefühle haben und starke Nerven besitzen. Nicht alle, aber viele von uns haben sich dieser Herausforderung gestellt und sie überwunden! Aber so viel ist gesagt: Die Aussicht lohnt sich!

Verabschiedet wurden wir mit einem köstlichen hausgemachten Kaiserschmarren mit Apfelmuß bzw. Preiselbeeren. Somit verlassen wir das Kaunertal nicht nur mit schönen Erinnerungen, sondern auch mit einem leckeren Nachgeschmack!

 

 

Im Kaunertal, mit Ellie, Matz und Ulf,

der letzte ein wahrer Knulf,

verbrachten wir in diesem Jahr,

eine Woche in etwa.

 

In Mainz noch lange ungewiss,

ob die Fahrt ein Renner ist,

wurde mit Nils dem Kletterkenner,

unsre Fahrt zu einem wahren Renner.

 

Schon zu Beginn der langen Exkursion,

Merkten wir mit Holger schon,

dieser auch unser Busfahrer genannt,

unsre Exkursion, die wird rasant.

 

Begrüßt von Heidi und dem Peter,

auf der Alm in 1929 Meter,

gab es erst mal Apfelstrudel,

und ‚nen kühlen Almendudel.

 

Schon bei unserm ersten Klettergang,

der am zweiten Tag begann,

stiegen wir in enorme Höhen,

ausgesetzt den wind’gen Böen.

 

Da uns danach aber der Whirlpool fehlte,

und allein die Entspannung zählte,

hörte man vereinzelt Stimmen,

man sollte doch im Gebirgsbach schwimmen.

 

 

Um den Kälteschock dann zu verdauen,

brauchten wir erstmal etwas zu kauen.

Zum Glück jedoch, als hätte man‘s geträumt,

Hatte Matz den Aldi leer geräumt.

 

Doch zu unserm großen Frust,

macht dank den HelferInnern auch das Lernen Lust.

Egal ob Gesa, David oder Nils,

man muss sagen uns gefiel‘s.

 

Wir danken allen für diese Zeit,

für die Chance und die Gelegenheit,

unsre Grenzen auszutesten,

Sei‘s im Klettern oder Festen.

 

Und jetzt sitzen wir Im Bus,

mit der Fahrt da ist jetzt Schluss,

jetzt fängt leider unser Alltag wieder an,

Viele Grüße von Benedikt und Stefan.

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