Football: Phantoms-Spieler Cedric Schweitzer will bei Junioren-EM in Düsseldorf den Titel holen

25.08.

21.08.2013 - WIESBADEN

Von Christian Struck

„Ziemlich aufgeregt“ ist Cedric Schweitzer. Am kommenden Freitag steht er bei der Football-Junioren-EM in Düsseldorf zum ersten Mal im Turnier-Aufgebot der U-19-Auswahl. „Es ist mein erstes großes Turnier, daher freue ich mich schon sehr auf die Europameisterschaft“, erklärt der 19-Jährige Defense Liner im Dienste der Wiesbaden Phantoms. Um die Chancen gegen Titelverteidiger Österreich beim Halbfinalspiel am Freitag will sich Schweitzer allerdings keine Gedanken machen. „Der Druck ist da, wir dürfen uns aber nicht von ihm kontrollieren lassen“, gibt sich Schweitzer vor dem Turnier kämpferisch.

Zum American Football ist er allerdings erst 2008 gekommen – und auch nur über Umwege. Ein Freund – selbst Phantoms-Spieler – hat ihn zum Testtraining mitgenommen, seit diesem Tag ist er fasziniert vom Sport. „Ich hatte davor überhaupt keine Ahnung von Football, der Sport ist ja in Deutschland nicht so präsent“, erinnert sich der 19-Jährige, der in diesem Jahr sein Abitur am Mainzer Frauenlob Gymnasium abgelegt hat. Nun will er zunächst eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei Opel machen, danach vielleicht noch studieren.

Hartes Training

Schweitzer hat in diesem Jahr nicht nur den Sprung in den Auswahlkader geschafft, nach Ablauf der Junioren-Saison – welche die Phantoms auf dem dritten Platz beendeten – ist er auch in die erste Mannschaft aufgerückt. Dort rechnet er sich gute Chancen auf einen Stammplatz aus. „Es ist natürlich noch eine Steigerung möglich, spielerisch kann ich aber schon ganz gut mithalten.“ Das belegen auch seine letzten beiden Spiele, in denen er von Anfang an auf dem Feld stand. „Ich spüre das Vertauen vom Trainer. Er weiß, welche Ambitionen ich habe.“

Um diese Ziele zu erreichen, muss Cedric Schweitzer hart trainieren: Zwei reguläre Trainingseinheiten absolviert der Defense Liner mit seinem Team, meist wird hier an der Technik gefeilt. „Um das Körperliche muss man sich selbst kümmern.“ Daher steht mindestens zwei bis drei Mal in der Woche jeweils Muskel- und Ausdauertraining auf dem Programm des 19-Jährigen. Dazwischen hat er bis zu seinem Abitur aushilfsweise in der Gastronomie gearbeitet. Viel Zeit für Hobbys bleibt daneben nicht: „Wenn man den Football richtig betreibt, muss man da eben Abstriche machen“, sagt Schweitzer.

Dennoch freut er sich um die Unterstützung, die er von seiner Familie und seinen Freunden erhält: „Zur EM kommt meine ganze Familie mit.“ Und auch sein Cousin, der in Köln lebt, wird mit vielen seiner Freund auf der Tribüne sitzen.

Wenn es nach Cedric Schweitzer geht, können sie ihm am kommenden Sonntag zujubeln, wenn er nach dem Finale in Düsseldorf den EM-Titel feiert – gemeinsam mit vier weiteren Mitspielern aus den Reihen der Phantoms, die ebenfalls im Auswahl-Kader stehen. „Ich gehe in das Turnier, um es zu gewinnen“, zeigt sich der Wiesbadener jedenfalls selbstbewusst.

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