Spatenstich

26.05.

Auf dem Schulhof des Frauenlob-Gymnasiums türmt sich ein Sandhaufen. Schuldirektor Joachim Bliemeister und Baudezernentin Marianne Grosse teilen sich einen Spaten, Sand fliegt durch die Luft, Schüler applaudieren.

Der Spatenstich am Freitag steht symbolisch als Startsignal für den Ausbau der G8 Bildungseinrichtung in der Mainzer Neustadt. Der Neubau soll das Lernen am Standort bereichern, dem Weg zum Abitur in acht Jahren gerecht werden, betont Oberbürgermeister Michael Ebling in seiner Ansprache.

Mensa, Bibliothek und Platz zum Chillen

Der Erweiterungsbau – als Passivhaus energetisch auf dem neusten Stand – sieht im Erdgeschoss eine 455 Quadratmeter große Mensa mit Platz für etwa 320 Schüler vor. Eine großflächige Verglasung soll Mensa und Schulhof als Freizeitbereich optisch verbinden. Ein Stockwerk höher: eine große Bibliothek mit direktem Zugang zur Dachterrasse.

Ein Platz zum Chillen, über den sich die Schüler schon jetzt sichtbar freuen. Eine Piazza als Lernraum verbindet Flur und Fluchtweg. Zwei Aufenthaltsräume, PC-Medienraum und fünf weitere Klassenräume befinden sich im 2. Obergeschoss. Das abschließende Flachdach soll begrünt und mit einer Fotovoltaikanlage bestückt werden.

Baukonzept und Ganztagesschulkonzept wirken symbiotisch, um die besondere Pädagogik des Frauenlob-Gymnasiums zu komplettieren. Außer freitags halten sich die Schüler täglich von 8 bis 16 Uhr in der Schule auf, erzählt Ganztagskoordinator Ulf Neumann-Welckenbach. Es gibt keine Hausaufgaben, dafür Intensivierungsstunden, in denen in halben Klassen gearbeitet wird.

Ohne G8-Bewerbung hätte es Erweiterungsbau nicht gegeben

Zum Vokabel lernen oder für Projektarbeiten können sich die Schüler während Lernzeitstunden, in Still- und Differenzierungsräume zurückziehen – die müssen aber auch vorhanden sein. Für 5. und 6. Klassen ist immer ein pädagogischer Lernpartner ansprechbar, ab Klasse 7 übernehmen ältere Schüler die Aufgabe des Lerncoach. Der Schulalltag entspricht ähnlich einem Biorhythmus dem Leistungsrhythmus der Schüler. „Wir haben ein pädagogisches Konzept entwickelt, um das vorgegebene Rahmenprogramm G8 umzusetzen“, so Neumann-Welckenbach.

Ohne die Bewerbung des Gymnasiums für G8 hätte es aufgrund der städtischen Finanzlage auch den Erweiterungsbau nicht gegeben, sagt Schulleiter Bliemeister. „Es musste ja auch einiges renoviert werden.“ Durch G8 trägt das Land finanziell 70 Prozent der Baumaßnahmen mit.
Baudezernentin Grosse jedenfalls verspricht für den ersten Schultag nach den Sommerferien: „Wie sagen Ihnen fest zu, dass am 19. August 2013 der Betrieb hier aufgenommen wird.“

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