Neue Sporthalle

05.01.

Stadt Mainz investiert in den kommenden Jahren 200 Millionen Euro in Schulen und Sporthallen

Von Kirsten Strasser

MAINZ - Die Stadt Mainz gibt in den kommenden Jahren knapp 200 Millionen Euro für die Erweiterung und Sanierung von Schulen und Schulsporthallen aus. 124 Millionen Euro sind im städtischen Haushalt für 2015/16 eingestellt; knapp 75 Millionen Euro steuert die Gebäudewirtschaft Mainz (GWM) bei.

 
Die Stadt hat das Gebäude Adam-Karillon-Straße 38 für das Rabanus-Maurus-Gymnasium erworben. Wie es in die Schule integriert wird, ist noch unklar, die Planungen laufen bald an. Foto: hbz/Stefan Sämmer

Die Stadt hat das Gebäude Adam-Karillon-Straße 38 für das Rabanus-Maurus-Gymnasium erworben. Wie es in die Schule integriert wird, ist noch unklar, die Planungen laufen bald an. Foto: hbz/Stefan Sämmer

 

 

200 Millionen Euro – das ist ein gewaltiger Batzen für die hochverschuldete Stadt, doch sie kommt nicht darum herum, so viel Geld in die Hand zu nehmen. Denn auch in den kommenden Jahren darf Mainz mit reichem Kindersegen rechnen. „Bis 2020 werden wir tausend Grundschüler mehr als heute haben“, sagt Schuldezernent Kurt Merkator. Und da diese größer werden, steigt nicht nur der Bedarf an Plätzen in Grundschulen, sondern auch in den weiterführenden Schulen – vermutlich vor allem in den Gymnasien.

 

Eine Erweiterung steht unter anderem für das altsprachliche Rabanus-Maurus-Gymnasium in der Neustadt an. Wie kürzlich berichtet, hat die Stadt ein Gebäude in der Nachbarschaft erworben. „Das war ein Super-Coup“, freuen sich Merkator und Baudezernentin Marianne Grosse, die die Schulbaumaßnahmen gemeinsam vorstellten. Wann und wie das Gymnasium das neue Gebäude nutzen wird, ist noch unklar. Eine darin befindliche Arztpraxis hat die Option, noch fünf Jahre zu bleiben. „Aber wir nutzen die Zeit, um zu planen und alles vorzubereiten“, betont Petra Henkel, Leiterin des Schulamts.

Mit Campus-Charakter

Eine der größten Schulbaumaßnahmen betrifft indes die Integrierte Gesamtschule Anna Seghers in der Oberstadt, die ein völlig neues Gesicht bekommt. Der erste Bauabschnitt ist bereits beendet, der zweite – Mensa und Teile der Verwaltung – bereits in Arbeit. Danach stehen Sporthalle und dritter Bauabschnitt an. Kosten für die laufenden und künftigen Arbeiten: rund 28 Millionen Euro für Erweiterungen und Sanierungen. Dafür bekommt die IGS Campus-Charakter mit mehreren freistehenden Gebäuden, die sich um einen großzügigen Schulhof gruppieren.

Über 20 Millionen fließen auch in die IGS Hechtsheim, weitere 9,5 Millionen in die dortige Grundschule. Für über 11 Millionen Euro wird das Gutenberg-Gymnasium erweitert – es wird eines der Gymnasien sein, die künftig mehr Züge als bisher aufnehmen.

Noch einmal zurück zu den Grundschülern: Um für den „Ansturm“ gewappnet zu sein, müssen vor allem in der Altstadt (die Eisgrubschule etwa soll von drei auf fünf Züge erweitert werden) und der Neustadt (Feldbergschule) Kapazitäten geschaffen werden, aber auch in den Vororten. So wird etwa die Grundschule Lerchenberg für fast 6 Millionen Euro erweitert. Die Grundschule Laubenheim erhält für insgesamt fast 13 Millionen Euro ein neues Schulgebäude und eine neue Sporthalle. Dezernat Merkator und seine Amtsleiterin Henkel machen keinen Hehl daraus: Im Zuge der Maßnahme hätten sie die Grundschule gerne zur Ganztagsschule mit Mensa ausgebaut – doch die Schule ziehe trotz vieler Gespräche nicht mit, bedauern Merkator und Henkel.

Zweistelliger Millionenbetrag für den Bau von Sporthallen

Einen zweistelligen Millionenbetrag investiert die Stadt in den Bau von Sporthallen, die auch als Versammlungsstätten genutzt werden sollen. Den Innenstadtschulen wird dann eine Sporthalle auf dem Gelände der Stadtwerke zur Verfügung stehen. Drei Hallen – die für das Otto-Schott-Gymnasium in Gonsenheim, für die IGS Anna Seghers und für das Gymnasium Oberstadt – sollen in gleicher Bauart errichtet und gemeinsam ausgeschrieben werden. „Das spart Zeit und Geld“, erklärt Baudezernentin Grosse. „Mit sieben Kitas haben wir das auch so gemacht und sind damit sehr gut gefahren.“

Weitere Millionen fließen in den Brandschutz und in so genannte „ELA-Anlagen“. Damit sind Maßnahmen zur Amokprävention gemeint: Für die Schulen werden Leitsysteme und technische Ausstattungen – wie Klassenraumsprechstellen mit Rückruffunktion – entwickelt.

Zurück

Einen Kommentar schreiben