Neubauten im FLG für 13,2 Millionen Euro

03.02.

Ab Mai wird’s laut im Frauenlob-Gymnasium. Dann beginnen die Bauarbeiten für den 8,3 Millionen Euro teuren, dreigeschössigen Neubau. In diesem sollen bis 2013 insgesamt eine Mensa, eine Bibliothek, fünf Klassenräume, zwei Aufenthaltsräume, ein Lehrerarbeitsraum und ein PC-Arbeitszimmer entstehen.

Aber das ist erst der Anfang. Nach Fertigstellung nehmen sich Abrissbagger der Turnhalle des Gymnasiums an. Eine neue, auf 4,9 Millionen Euro taxierte Sportstätte soll im denkmalgeschützten Areal wachsen. Und nach deren Bezug folgt die Sanierung des Schul-Altbaus von 1906 und des „Neubaus“ von 1956.

Gestern stellte Baudezernentin Marianne Grosse (SPD) mit Schuldezernent Kurt Merkator (SPD) die Baupläne vor. „Uns als Schule war solch ein Masterplan wichtig, damit Gelder nicht unnütz ausgegeben werden“, sagte Schuldirektor Joachim Bliemeister. „Ich freue mich, dass wir eine tolle Umgestaltung in Angriff nehmen können“, betonte Grosse.

Merkator äußerte sich ebenfalls zufrieden, legte aber auch die Stirn in Falten, als die Sanierungskosten Thema waren. „Das wird teuer. Und dafür gibt es keine Landesmittel. Das bleibt alles an der Stadt hängen.“ Wie viel Geld Mainz ausgeben muss, ist noch nicht abzusehen. Ziel ist es, den energetischen Zustand eines Passivhauses zu erreichen.

1300 Schüler lernen derzeit entlang der Adam-Karrillon-Straße. Die Schule befindet sich in einem Übergang von einem G9- zu einem G8-Gymnasium. Letztlich wird die Schülerzahl dadurch geringer, aufgrund des künftig reinen Ganztagsbetriebs ist die 455 Quadratmeter große Mensa aber vonnöten. In dieser sollen ab 2013 640 Schüler verpflegt werden. Derzeit erhalten 120 Schüler ihr Essen im Frauenlob, 90 Schüler speisen ausgegliedert bei den Stadtwerken.

Marianne Grosse freut sich auf eine „mit viel Glas und Offenheit zum Schulhof“ konzipierte Mensa im Erdgeschoss des Neubaus. Dieser wird über eine „Glasfuge“ mit dem Altbau verbunden. „Eine sehr moderne, lichtdurchflutete Lösung“, wie die Baudezernentin sagt.

Im ersten Stock befindet sich dann eine 192 Quadratmeter große Bibliothek mit zwei Aufenthaltsräumen und dem PC-Arbeitsraum. Vom ersten Stock kann man auf das Dach der Mensa zum Verweilen gehen. Im zweiten Stock befinden sich die fünf Klassenräume und der Lehrerarbeitsraum. Auf das Flachdach des Neubaus kommt eine Photovoltaik-Anlage und Grünzeug.

Nico Klomann, Ortsvorsteher der Neustadt, war bei der Vorstellung der Baupläne zugegen und fragte nach, „ob man das neue Gebäude denn auch für den Stadtteil öffnen kann“. Schuldirektor Bliemeister sagte, dass „der Bezug zum Stadtteil da ist“, dass der Schulträger jedoch entscheide, inwieweit man sich Vereinen oder Initiativen mit den künftigen Räumen öffnen könne. Womit der Ball bei Kurt Merkator gelandet war. Der Schuldezernent sagte: „Der Schulträger ist an einer Öffnung interessiert. Da dürfte der Lärm ab Mai auch von den Nachbarn der Schule leichter zu ertragen sein“.

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