Erst Musik, später bildende Kunst

07.05.

AZ vom 05.05.2017 Von Andrea Krenz

„SCHÖNER ABEND“ Schüler am Frauenlob-Gymnasium zeigen ihr Talent

MAINZ - Als der letzte Ton des Schubertliedes „Nachtstück“ verklingt, spendet das Publikum der Sängerin begeistert Applaus. Guénaelle Mörth ist eine von vielen Schülern, die beim „Schönen Abend“ der Schülervertretung Frauenlobschule ihr Talent vorstellte. Ob am Instrument, mit Gesang, als Maler und Zeichner oder als darstellender Künstler. Was die Gäste zu sehen und hören bekamen, war vom Feinsten. Respekt.

Roter Teppich weist den Weg durchs Foyer

Ein ausgerollter roter Teppich weist durch das Foyer in die Schule, im Eingang sitzen zwei Schülerinnen, begrüßen jeden Gast und schicken ihn in den dritten Stock, dort wo in den beiden großen Musiksälen der Kunstabend stattfinden wird. Zunächst soll es Musik geben, später dann Kunst gezeigt und darstellende Kunst beim Improtheater dargeboten werden.

Schnell sind alle Stühle besetzt, viele Gäste müssen stehen. Dann entführen die Musikschüler das Publikum ins Reich der Töne. Annika Benzing spielt klagend-sehnsuchtsvoll auf ihrer Violine die „Russischen Fantasie Nr.2“ und lässt die Weiten des Landes gegenwärtig werden.

Devika Mazumder spielt Bachs „Solokonzert für Violine“, Yassin Baraghith spielt Mozarts „Türkischen Marsch“. David Gebhardt erhält begeisterten Applaus für seinen Trompeten-Solopart in der Jazzband, mit der Klarinette treten Katharina Weber (Fantasiestücke) und Lea Beck auf, die die spanische „Pastorale Cévenole“ anstimmt. Mit ihrem „Libertango“ reißen Constantin Zackl und Benedikt Schardt – gemeinsam an einem Klavier – das Publikum mit und sorgen für begeisterten Applaus.

Am Cello spielt Antoni Maas, Magnus Trebur zeigt sein Können am Klavier und als Sänger präsentieren sich neben Guénaelle Mörth Sascha Hartmann, Lena Prätorius und Hannah Knauf.

Publikum spendet begeistert Applaus

Das Publikum spendet begeistert Applaus und fordert Zugaben. Doch der Abend geht weiter, die Türen zum zweiten Saal werden geöffnet und geben den Blick frei auf die Kunstausstellung. Fotos, Bleistiftzeichnungen, Öl und Aquarell werden hier zu kleinen Preisen angeboten, der Erlös soll dem Fahrtenfonds der Schule zu gute kommen.

Die Motive sind so vielfältig wie die Welt selbst. Fahrradreifen und Klingel, Pflanzen, Publikumsränge im Olympiastadion, Häuserfluchten, Tiere. Nebenan gibt es was zu essen, im Treppenhaus des Gymnasiums wird Sekt verkauft. Die Gäste plaudern angeregt miteinander, sehen sich um. Die Schülervertretung hat nicht zu viel versprochen. Ein schöner Abend fürwahr.

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